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Week 25 · 2026 Ausgabe

Studie: 97 % aller llms.txt-Dateien werden von KI ignoriert

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LLMs.txt: Die Woche, in der Google den Hype beendete 8

Ahrefs-Daten: 97 % der LLMs.txt-Dateien werden von KI-Crawlern nie aufgerufen

Die am stärksten datengestützte Geschichte der Woche stammte von Ahrefs: Das Unternehmen analysierte Server-Logs und Bot-Traffic von 137.000 Domains und stellte fest, dass 97 % der llms.txt-Dateien von KI-Crawlern nie aufgerufen wurden. Zudem machten KI-Retrieval-Bots lediglich 1 % des gesamten Crawl-Traffics aus. Die Ergebnisse liefern bislang den konkretesten Beweis dafür, dass das llms.txt-Protokoll trotz weitverbreiteter Einführung kaum praktischen Nutzen für die KI-Auffindbarkeit bringt.

Googles offizielle Haltung: LLMs.txt hat keinen SEO-Effekt – und die Grundannahme ist falsch

Google reagierte diese Woche aus verschiedenen Richtungen auf die LLMs.txt-Debatte. In einer aktualisierten Dokumentation bestätigte Google, dass LLMs.txt-Dateien weder positive noch negative Auswirkungen auf das Ranking haben und dass KI-spezifische Dateien und Markdown-Formate nicht in der Google-Suche verwendet werden. Gleichzeitig erklärte Googles John Mueller, dass LLMs.txt LLMs nicht dabei helfen kann, Websites bei der Indexierung zu unterscheiden – der Nutzen sei allenfalls eng begrenzt auf den Kontext nach dem Besuch einer Website.

Darüber hinaus berichtete Search Engine Journal, dass Google einen grundlegenden Fehler im Protokoll aufgedeckt hat: Die zentrale Annahme hinter LLMs.txt – dass die Datei KI-Modellen besseren Zugang zu Web-Inhalten verschafft – widerspricht dem ursprünglichen Zweck, den die Entwickler des Protokolls damit verbunden hatten. In einer weiteren Klarstellung nahm Google eine permissivere Haltung ein und erklärte, die Nutzung von LLMs.txt sei "in Ordnung", bekräftigte aber gleichzeitig, dass es keinen Einfluss auf das Ranking hat. Zu Markdown bestätigten Mueller und Martin Splitt im *Off The Record*-Podcast, dass HTML der SEO-Standard bleibt und Markdown wichtige Elemente für die Suchsichtbarkeit entfernt.

Britische Regulierungsbehörde fordert Transparenz von Google Search 3

CMA verpflichtet Google zu Vorankündigung von Ranking-Änderungen und Datenportabilität

In einer der folgenreichsten regulatorischen Entwicklungen der Woche erließ die britische Competition and Markets Authority (CMA) formelle Verhaltensanforderungen, die Google verpflichten, vor wesentlichen Ranking-Änderungen eine Vorankündigung zu machen und Suchdaten für Drittanbieter portierbar zu machen. Die Anforderungen betreffen auch die faire Rangordnung organischer Ergebnisse einschließlich der KI-Übersichten. Sowohl Search Engine Journal als auch Search Engine Roundtable berichteten ausführlich darüber. Barry Schwartz äußerte Skepsis, dass Google jemals vollständige Einblicke in seine Ranking-Methodik gewähren werde – nicht zuletzt, weil ähnliche Forderungen bereits früher gestellt wurden –, räumte jedoch ein, dass die Datenportabilitätsanforderung operativ konkreter greifbar sei. Wenn die Anforderungen durchgesetzt werden, müsste Google Publishern und Webmastern strukturierte Warnungen vor großen algorithmischen Änderungen geben – was die Reaktionsfähigkeit der Branche auf Updates grundlegend verändern würde.

Google-Algorithmus: Volatilität und Indexierungsprobleme 3

Nicht bestätigtes Ranking-Update hält in der dritten Woche an

Die Google-Ranking-Volatilität, die in der Woche vom 8. bis 12. Juni begann, hat sich laut Barry Schwartz von Search Engine Roundtable weiter verstärkt und hielt in der Woche ab dem 17. Juni an. Die Diskussionen in SEO-Foren blieben auf hohem Niveau, und die Signale deuten auf ein aktives, aber unbestätigtes Ranking-Update hin. Google hat kein Update offiziell bestätigt.

Massenhafte Berichte über De-Indexierung – Google sieht kein Problem

SEO-Fachleute berichten über weitverbreitete De-Indexierungen, während Google versichert, in seinen Systemen nichts Ungewöhnliches zu sehen. Search Engine Journal weist darauf hin, dass die größte Herausforderung für Praktiker darin besteht, drei verschiedene Phänomene voneinander zu unterscheiden: echte De-Indexierungen, normale Ranking-Rückgänge und Datenmeldungsanomalien in der Search Console. Die Diskrepanz zwischen den Community-Berichten und Googles Aussagen bleibt ungelöst.

Robots.txt-Blockierung verhindert keine Indexierung: Google erklärt

Google erläuterte einen realen Fall, in dem die Search Console 51.000 URLs als "Indexiert, aber durch robots.txt blockiert" meldete – und klarstellte, dass dies nicht zwingend ein Problem darstellt. Die Erklärung: Google kann eine URL indexieren, die es über Links oder Sitemaps entdeckt hat, auch wenn es die Seite selbst nicht crawlen kann. SEOs, die Indexabdeckungsberichte in der Search Console analysieren, sollten diese Unterscheidung berücksichtigen, bevor sie Gegenmaßnahmen ergreifen.

KI-Suche: Zitierungen, Traffic und Messung 10

Bing führt KI-Zitierungsanteil und Performance-Reporting in den Webmaster Tools ein

Microsoft hat damit begonnen, ein bedeutendes Update für die Bing Webmaster Tools auszurollen und fügt vier neue KI-Performance-Metriken hinzu, die erstmals auf der SEO Week im April vorgestellt wurden: Citation Share, Intents, Topics und Compare. Citation Share zeigt Publishern, welcher Anteil der KI-generierten Antworten auf ihre Inhalte verweist – und ist damit eines der ersten nativen Tools zur Messung der KI-Zitierungsleistung. Microsoft-Mitarbeiter Fabrice Canel signalisierte zudem, dass die länderspezifische Berichtererstattung künftig auf weitere Länder ausgeweitet werden könnte.

KI-Zitierung ≠ Ranking: Die Messlücke, die SEOs schließen müssen

Mehrere Analysten kamen diese Woche zu demselben Schluss: Traditionelles Suchranking und KI-Zitierung sind grundlegend verschiedene Metriken, die nicht miteinander gleichgesetzt werden sollten. Search-Engine-Journal-Autor Duane Forrester weist darauf hin, dass KI-Modelle Prompts in mehrere kurze Retrieval-Anfragen zerlegen, bevor sie auf einen Index zugreifen – weshalb die Rankingposition für einen Hauptsuchbegriff nur ein schlechter Indikator für KI-Sichtbarkeit ist. Ein weiterer Beitrag argumentiert, KI-Prompt-Tracking sollte als Messung von Stabilität, Markenrepräsentation und inhaltlicher Genauigkeit verstanden werden – nicht als eine weitere Form des Rank-Trackings.

Kevin Indigs Growth Memo ergänzt eine strategische Dimension: Die Quellensets, auf die KI-Systeme zurückgreifen, unterscheiden sich je nach Thema – weshalb der Aufbau von Off-Site-Autorität (Digital PR, Erwähnungen, Links) themenspezifisch ausgerichtet sein muss, um KI-Zitierungen zu erzielen.

Zitieren ist kein Empfehlen: Lily Rays KI-Suchdaten

Neue Daten von Lily Ray, veröffentlicht in Search Engine Journal, zeigen eine kontraintuitive Dynamik in den KI-Übersichten: Google zitiert häufig Listicles und "Best-of"-Inhalte als Quellen, empfiehlt dabei aber die Konkurrenzmarken, die in diesen Artikeln erwähnt werden. Die Implikation: Marken, die "Best-of"-Inhalte erstellen, in denen sie sich selbst neben Wettbewerbern positionieren, könnten KI-Systeme ungewollt darin trainieren, die Konkurrenz zu empfehlen. Zitierungen und Empfehlungen sind in KI-generierten Ergebnissen keine identischen Signale – wer nur auf Zitierungen optimiert, ohne die Empfehlungslogik zu berücksichtigen, riskiert negative Effekte.

Googles KI-Modus schickt eine andere Art von Besucher

Auf dem Search Central Live in Mailand erläuterten Google-Vertreter, wie sich Klicks aus KI-Übersichten von normalen Suchklicks unterscheiden – und bestätigten, dass sie ein qualitativ anderes Nutzersignal darstellen. Eine verwandte Analyse in Search Engine Journal argumentiert, dass Besucher über Googles KI-Modus mitten in einer Aufgabe mit hoher Spezifität ankommen und erwarten, ihr Ziel innerhalb von etwa 30 Sekunden zu erreichen. Traditionelle Landingpages für browsende Nutzer sind auf dieses Verhalten schlecht ausgerichtet – SEOs sollten ihre meistbesuchten KI-verwiesenen Seiten gezielt auf Aufgabenerfüllungs-Effizienz prüfen.

Zero-Click-Suche: Neue internationale Daten 1

SparkToro/Similarweb: UK führt bei Zero-Click-Raten, Deutschland am niedrigsten

Nach der Veröffentlichung ihrer US-Daten zu Zero-Click-Suchen haben SparkToro und Similarweb nun internationale Zero-Click-Suchraten für fünf weitere Länder veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich weist die höchste Zero-Click-Rate in der Studie auf, während Deutschland die niedrigste hat – deutsche Nutzer klicken also häufiger auf Suchergebnisse. Frankreich wurde als das Land mit dem "effizientesten" Suchverhalten eingestuft: Franzosen brauchen weniger Suchanfragen, bevor sie klicken. Für SEOs mit internationalen Kunden haben diese länderspezifischen Unterschiede direkte Auswirkungen auf Traffic-Prognosen und Inhaltsstrategie.

Googles neue Agenten-Standards: OKF und Agentic Resource Discovery 5

Google führt das Open Knowledge Format (OKF) für KI-Agenten ein

Google Cloud hat das Open Knowledge Format (OKF) angekündigt, einen neuen Standard, der Wissen als einfache Verzeichnisse von Markdown-Dateien organisiert und KI-Agenten den Zugriff auf organisationales Wissen ermöglicht – ohne spezielle Software. Marie Haynes liefert die detaillierteste Aufschlüsselung der Ankündigung, einschließlich eines eigenen OKF-Beispiels und einer Diskussion der sich daraus ergebenden Geschäftsmöglichkeiten. Der Standard ist bemerkenswert, weil er neben – nicht innerhalb von – Google Search existiert und eine neue Schicht dafür darstellt, wie Agenten strukturiertes Wissen von Websites und Organisationen verarbeiten.

Google, Microsoft und GitHub unterstützen Agentic Resource Discovery Spec

Eine Koalition aus Google, Microsoft und GitHub hat gemeinsam eine neue offene Entwurfsspezifikation namens Agentic Resource Discovery veröffentlicht, die standardisieren soll, wie KI-Agenten Tools, APIs und Ressourcen im Internet finden und verifizieren. Die Spezifikation adressiert den wachsenden Bedarf an einem gemeinsamen Protokoll, da KI-Agenten zunehmend autonomes Browsing und Aufgabenausführung übernehmen. SEOs und Entwickler, die agentenzugängliche Inhalte oder APIs erstellen, sollten diese Spezifikation aufmerksam verfolgen.

Google führt kostenpflichtige Informationsagenten im KI-Modus ein

Google hat damit begonnen, Informationsagenten im KI-Suchmodus einzuführen – ein Feature, das erstmals auf Google I/O angekündigt wurde und nun Google AI Ultra-Abonnenten zur Verfügung steht. Anders als bei der traditionellen Suche suchen Informationsagenten proaktiv nach Informationen für Nutzer, auch wenn diese die Suche nicht aktiv nutzen – als dauerhafte Entdeckungsschicht im Hintergrund. Die Verlagerung hin zu kostenpflichtigen, proaktiven Suchagenten hat erhebliche Auswirkungen auf organische Traffic-Modelle und die Auffindbarkeit von Inhalten ohne nutzerinitiierte Anfragen.

Technisches SEO: Migrationen, Seitenstruktur und KI-Spam-Erkennung 5

Google verschärft Anforderungen für Domain-Migrationen

Google hat diese Woche seine Dokumentation zu Domain-Migrationen an zwei Stellen aktualisiert. Search Engine Journal berichtet, dass Google strengere Compliance-Anforderungen für geplante Domain-Umzüge eingeführt hat. Außerdem stellt die aktualisierte Hilfedokumentation klar, dass alle Domain-Varianten über das Change-of-Address-Tool eingereicht werden müssen, damit eine Migration korrekt funktioniert – Google betont, dass "Domain-Migrationen am besten funktionieren, wenn alle Varianten einer Website korrekt migriert werden". SEOs, die Website-Umzüge verwalten, sollten ihre Migrationschecklisten sofort überprüfen.

John Mueller: US-Unterordnerstruktur bringt keinen praktischen SEO-Vorteil

Googles John Mueller hat eine immer wiederkehrende internationale SEO-Debatte diese Woche beigelegt und bestätigt, dass die Einrichtung einer dedizierten /us/-Ordnerstruktur für eine multinationale Website keinen praktischen SEO-Vorteil bietet. Mueller räumte ein, dass sie die Analyse und Verwaltung erleichtern könne, aber aus rein ranking-technischer Sicht sei der Aufwand nicht gerechtfertigt.

Google-Forschung: KI-Spam wird auf Netzwerkebene erkannt, nicht auf Inhaltsebene

Neue Forschungsergebnisse von Google schlagen vor, KI-generierten Spam durch die Identifizierung koordinierter Veröffentlichungsnetzwerke zu erkennen, anstatt einzelne Inhalte zu analysieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Googles Spam-Systeme sich dahingehend weiterentwickeln könnten, Muster synchronisierter, hochvolumiger KI-Inhaltsveröffentlichungen aus gemeinsamer Infrastruktur zu markieren. SEOs und Publisher, die KI-Inhalte in großem Maßstab produzieren, sollten diesen methodischen Wandel aufmerksam verfolgen.

Google Search Central Live Mailand: Die wichtigsten Erkenntnisse 1

Google zu Chunking, Site-Signalen, Commodity Content und Paywalls

Beim Search Central Live in Mailand behandelten Google-Vertreter in einer seltenen konsolidierten Sitzung ein breites Spektrum praxisrelevanter Themen: Chunking für KI (wie Google Inhalte in abrufbare Segmente für KI-Funktionen aufteilt), seitenweite Qualitätssignale (als weiterhin bedeutsamer Ranking-Faktor bestätigt), wie sich Klicks aus KI-Übersichten qualitativ von normalen Suchklicks unterscheiden, die strategische Unterscheidung zwischen Commodity- und Non-Commodity-Inhalten sowie der Umgang mit Paywall-Inhalten und News-Abonnements. Google sprach auch über die neuen KI-Einstellungen in der Search Console. Die Breite dieser Sitzung macht sie zu einer der informationsreichsten Google-Kommunikationen des Monats.

Local SEO & Google Business Profiles 2

Google Local Finder ersetzt Seitennavigation durch Infinite Scroll

Google hat die Paginierung in der Local-Finder-Oberfläche entfernt und durch Infinite Scroll ersetzt. Die Änderung könnte beeinflussen, wie weit Nutzer in der lokalen Ergebnisliste nach unten scrollen, was Auswirkungen auf die Sichtbarkeit von Unternehmen jenseits der ersten Einträge haben kann. Local-SEO-Praktiker sollten beobachten, ob die Verhaltensänderung die Klickraten für Positionen außerhalb der Top 5–10 beeinflusst.

Google-Business-Profile-Bug verhindert Eigentümer-/Manager-Einladungen

Ein bestätigter Bug verhindert, dass Einladungs-E-Mails für den Eigentümer- und Manager-Zugang zu Google Business Profiles versendet oder zugestellt werden. Agenturen und Unternehmen, die den GBP-Zugang delegieren möchten, sind von Ausfällen betroffen – eine bestätigte Lösung liegt noch nicht vor. Betroffene Nutzer sollten alternative Methoden zur Zugriffsverwaltung suchen, bis Google das Problem behebt.

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